.. ein etwas anderer Weg nach Edessa!

Unsere Tour sollte heute in Edessa enden.– Doch „viele Wege führen bekanntlich nach Rom“ ! Nun hatten wir uns vorgenommen nicht die bekannte Strecke mt dem Auto zu fahren. Hinter Thessalonik wollten wir nun nicht weiter auf der Schnellstrasse bleiben. In Chalkidona bogen wir ab in Richtung Koufalia. Ein nettes Örtchen mit Park und Springbrunnen. Da wir schon die ganze Zeit auf der Suche nach einer Landkarte waren wollten wir hier unser Glück versuchen. Aber wer benutzt heute noch Straßenkarten. Alle haben ein Navi. Wir haben auch zwei. Aber die haben wir in Deutschland vergessen. Da liegen sie gut.
Da es in Supermärkten solche Karten auch schon mal gibt machten wir einen Stop bei  Masutis. Da es sehr heiß war, konnten wir uns hier etwas entspannen, gut klimatisiert war der Markt, und etwas kaltes zum Trinken kaufen. Aber von Straßenkarten war hier nichts zu sehen.
Ein netter junger Mann an der Kasse hatte mitgehört wie wir uns auf deutsch unterhielten. Dann outete er sich und sprach uns in sehr gutem deutsch an.
Er hatte bis zum Militärdienst in Deutschland mit seinen Eltern gelebt. Dann musste er seinen Militärdienst in Griechenland ableisten. In dieser Zeit lernte er seine Frau kennen und ist wegen ihr in Griechenland geblieben. Hier geht es ihm gut. Beide haben Arbeit.
Er fragte noch eine Kollegin wo in diesem Ort es vielleicht Straßenkarten zu käufen gäbe. Aber auch die meinten es sei schwierig. Zumal es nun auch 14 Uhr war und alle Läden nun Mittagspause hätten. Wir fuhren dann weiter.
Unser Zwischenziel sollte Plagia sein. Doch auf Landstrassen zu fahren, das ist oft etwas schwierig. Und dann noch ohne Navi und Landkarte. Wir nahmen oft das Handy zur Hilfe. Jedoch hier ist das Problem; das der Akku sehr schnell leer wird.

Bei unserer Fahrt sahen wir , das gerade die Wassermelonen Ernte im vollen Gange war.

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Traktoren mit Anhängern voll mit Wassermelonen geladen.

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Tolle Weinplantagen.

Wir bewunderten die tolle Landschaft, die etwas hügelig aber sehr abwechslungsreich ist.
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Nachdem wir uns Plagia näherten, fanden wir aber keinen Hinweis auf unser Weingut “ Zakalaki“ was wir suchten. In Fanos klinglte Werner an einer Türe, weil dort stand, das hier Wein verkauft würde. Hier gab es für uns nur noch 4 Flaschen zu kaufen, vom selbst gemachten Rotwein. Die Dame war so nett noch eine Bekannte anzurufen ob sie für uns noch Wein hätte,  aber auch hier war schon alles aufgetrunken. Das sind kleine Weinbauern die nur für den eigenen Verbrauch den Wein machten. Unser ganz großes Weingut sollte aber noch kommen. Am Ende des Ortes Plagia standen wir dann auf einmal vor einem gerade neu erbauten Haus in rötlicher mediteraner  Farbe gestrichen. Hier stand in großen Lettern der Name den wir suchten “ Zakalaki“ in Griechischen Lettern.

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Aber es war immer noch Mittagszeit ca. 16 Uhr. Niemanden triffst du auf der Straße. Was in der Hitze auch nicht verkehrt ist. Der Weinverkauf hatte geschlossen. Alles zu!

Kein Mensch zu sehen. Wir liefen um das gerade neu gebaute Haus herum. Vielleicht finden wir ja doch eine Menschenseele. Und dann, uns hatten wohl doch welche gehört, kam eine ältere Frau und schaute uns ganz erstaunt an. Sie redete schon mit uns. Als wir ihr zu verstehn gaben wir seien deutsche, da war sie sehr freundlich zu uns und bat uns zu ihr zu kommen.
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Sie wohnte hinter der Vinothek und die Familie saß an einem großen Tisch unter einem Baum der ihnen Schatten spendete. Hier saß der Hausherr mit seiner Frau die uns hier hin geschleppt hatte und die Tochter. Sehr einfache Leute. Vielleicht Bauern. Ich in kurzer Hose!

(FILEminimizer) P1080007Sie gaben uns zu verstehn, das der Besitzer des Weingutes auf den Feldern sei aber sicherlich bald kommen würde. Die Tochter rief immer wieder jemanden an. Dann stellte sich heraus das einer ihrer  Söhne in Deutschland in Stuttgart bei Mercedes arbeitete. Sie waren total begeistert uns beherbergen zu können. Es wurde uns selbst gebackener Kuchen gebracht. Kaffee und Wasser bekamen wir.  Eigentlich wußten wir garnicht wie uns geschah. Womit hatten wir diese Gastfreundschaft verdient??

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Nach einiger Zeit kam eine wunderschöne junge Frau, die wohl die Tochter des Besitzers der Vinothek war. Sie versuchte mit uns über englisch zu kommunizieren und wir gingen mit Ihr in das neue Gebäude um den Wein zu verkosten und später dann auch zu  kaufen. Hier drinnen war es sehr schön kühl. Wie bekamen eine kleine, private Weinprobe und suchten uns da etwas uns schmeckendes heraus und luden es ins Auto. Als Rabatt bekamen wir eine 1,5 Liter Jumbo rose Wein Flasche geschenkt. Leider konnten wir nur den rose Wein in “ sweet “ kaufen. Etwas weniger süßer rose Wein wurde aber erst in einer Woche fertig. Heilfroh mal in Griechenland bei einem Winzer gewesen zu sein fuhren wir von dannen. Den Besitzer haben wir nicht mehr kennen gelernt.

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Hier werden unsere Kartons mit Wein aus dem Weinkeller gebracht.
Der nächste Ort war Skra. Dort haben wir in einem kleinen Restaurant unter einer alten Platane etwas zu Mittag gegessen. Die Bedienung konnte unser griechisch nicht verstehen. Ein griechischer Mann am Nachbartisch musste unsere Bestellung übersetzen. Sie kannte sicher nur ihren Mundart Dialekt.

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Als wir gestärkt unsere Fahrt Richtung Edessa fortsetzten, kamen wir in das Gebirge des Mount Paiko mit allem was dazu gehört. Enge Straßen.  Tolle Weitsicht und dann wieder tiefe Schluchten .

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Mount Paiko

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Bei der Durchfahrt des Ortes Periklia kommen wir gerade zur rechten Zeit. Hier bringen die Bauern und Helfer gerade die gepflückten dicken roten süssen Kirschen zur Umladestelle. So zu sagen die Vorstufe des Großmarktes.
hier werden die tollen Kirschen gewogen, bewertet und dann auf einen großen Lkw geladen der sie dann zum Großmarkt bringt.

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Und weiter geht unser Weg Richtung Edessa.
Langsam aber sicher fahren wir wieder talwärts.
So sieht es aus wo wir hergekommen sind!

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So liegt Edessa auf einem Hochplateau

Edessa

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Teile der Altstadt

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Aus diesem Hotel und Cafe hat man den folgenden Blick

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Blick in die Ebene von Rizari

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Vom größten Wasserfall namens „Karanos“  stürzen die Wassermassen 70 Meter in die Tiefe.

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Hier siehe unten ist für die Taufe geschmückt

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(FILEminimizer) P1000647(FILEminimizer) P1000650Stadtzentrum Edessa

Auf dem Rückweg Richtung Naoussa führt uns der Weg an diesem riesigen, tollen Weingut Gianni vorbei. Aber leider hat es geschlossen.

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Hier der Blick auf Naoussa

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Dann ging es wieder Zurück weiter nach Pefkochori!

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7 Kommentare zu „.. ein etwas anderer Weg nach Edessa!

  1. Hallo Ulla,
    ich finde, es ist oft so, dass man im Land die Menschen – oder jedenfalls viele – anders kennenlrnt als sie (oft) dargestellt werden. Nicht zuletzt deswegen finde in Reisen wichtig. Wie schon Mark Twain sagte, „Travel is fatal to prejudice, bigotry, and narrow-mindedness, and many of our people need it sorely on these accounts.“ In diesem Sinne: danke Dir fuer Deine Griechenlandberichte hier, die es Deinen Lesern ermoeglichen, virtuell nach Griechenland zu reisen.
    Auch Dir eine schoene Woche,
    Pit

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  2. Schön das du das alles gelesen hast. Es war für uns eine Tour um Land und vor allem Leute kennen zu lernen. Das ist uns gelungen. Ob die Bedienung nun uns nicht verstehen wollte oder nicht konnte sei mal dahin gestellt. Wir haben es ihr nicht für übel genommen.
    Liebe Grüße an dich nach Thailand

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  3. Schöner Bericht. Zur euer Griechisch nicht verstehenden Bedienung meine ich, dass sie in der Schule sehr wohl offizielles Griechisch gelernt hat und es auch versteht. Intelligente und/oder offene Menschen verstehen Fremdsprachige mit ihrem Akzent, auch wenn sie nicht absolut korrekt aussprechen, bei gutem Zuhören und aus der Situation, andere eben weniger. Dies geschah mir schon oft, früher, als ich in Taiwan und Korea lebte, heute hier in Thailand. Ich sagte zur Bedienung in meinem Chinesisch „1 Flasche Bier und 2 Gläser bitte“, ein am Nebentisch sitzender Gast sprach genau dasselbe richtig aus, ok. Zurück im Büro fragte ich die Sekretärin, ob sie mich verstehe, sagte den gleichen Satz, und sie verstand mühelos, in einer Situation, die nicht zum Gesagten passte.

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    1. Hallo Pit, ja die Griechen!!!! Von uns viel gescholtenes Volk. Wir persönlich haben immer bisher nur positives zu berichten. Obwohl die EU und im besonderen Deutschland sie so am Tropf hängen lassen erleben wir immer so tolle Dinge. Nun wir kommen aber auch immer nett und freundlich rüber. Vielleicht ist das auch der Schlüssel zum Glück. Wir haben schon viele Freundschaften geschlossen und erleben eine große Hilfsbereitschaft unter den Menschen.
      Dir eine gute Woche. Ulla

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